AZA: Wie sieht das mit dem Datenschutz aus?
FMA: Alles, was ins BFS-Web kommt, wurde vorher durch das BFS aufbereitet, geprüft und wird dann veröffentlicht. Unsere Webseite erhält nur die Informationen, die publizierbar sind.
AZA: Ist ein Teil deines Verantwortungsbereichs, Pedram, die Inhalte zu harmonisieren oder zu homogenisieren?
FMA: Ja, das gehört zu unserem Verantwortungsbereich, aber es ist ein langer und komplexer Prozess. Wir möchten das NUX-Projekt nutzen, um diesen Aspekt deutlich zu verbessern. Derzeit arbeiten wir mit technischen und redaktionellen Guidelines für das Webpublishing, bieten Schulungen für die Redakteure an und unterstützen sie mit einem 5-Tage-die-Woche-Support. Zusätzlich haben wir ein Workflow-System vor der Veröffentlichung, um die Qualität der Inhalte zu überprüfen, bevor sie online gehen. Wir organisieren auch regelmässig Workshops (Community of Practice), in denen wir alle Themen diskutieren, um unser Webangebot zu optimieren. Die 160 Redakteurinnen und Redakteure kommen aus den verschiedensten Abteilungen. Sie sind sehr heterogen und wie sie die Assets, Publikationen und schlussendlich Webinhalte aufbereiten und kontrollieren, ist sehr unterschiedlich. Sie publizieren unterschiedlich viel Informationen in unterschiedlichen Frequenzen. Für die einen ist das Web nicht so wichtig, sie machen dort weniger, andere haben viel mehr Publikationsmaterial und -bedarf. Sie kommunizieren auch verschieden. Es gibt die Leute, die einfach für „das Volk“ schreiben, und andere verfassen Universitätstexte.
AZA: Wo seht ihr zusammenfassend die größten Herausforderungen für die Zukunft der BFS-Websites?
FMA: Wie schaffen wir es, den Nutzer ins Zentrum zu stellen? Wie bekommen wir die Inhalte zu den Zielgruppen? Wie bereitet man die Inhalte auf, damit die Informationen verständlich sind? Das sind die Herausforderungen. Wie kommen die Daten zu den jungen Leuten, die am Gymnasium sind? Suchen die überhaupt noch im Internet oder gehen sie nur noch auf TikTok? Was muss das BFS in Zukunft tun, damit die Zielgruppen noch erreicht und diese Informationen und Inhalte zielgruppengerecht aufbereitet werden können?
HKR: Abschließend: Was kann die (CMS-)Welt von eurem so großen user-orientierten Migrationsprojekt lernen? Was würdet ihr unseren Lesern weitergeben?
PGH: Es ist das Setting: to think from the user perspective. Not to start something you think it’s important. Think about the end user first.
FMA: Das BFS wurde eigentlich aus technischen Gründen zur Migration verpflichtet. Und wir nehmen das jetzt als Chance, Verbesserungen für den Endnutzer zu erzielen!
HKR: Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, uns all
diese Fragen so anschaulich zu beantworten